Projekt: "Nette Toiletten" (auch) für Langenhagen

Das hatten wir uns ganz anders vorgestellt, als wir den Antrag zur Einrichtung einer „Netten Toilette" im Stadtrat gestellt haben. Die Idee war doch eigentlich sehr nett .... „Nette Toiletten" in Langenhagen bereitzustellen, um Spazier- gängern, Sportlern, Familien mit kleinen Kindern und Senioren bei der Suche nach dem stillen Örtchen behilflich zu sein.
Der erst einmal zur Erheiterung führende Begriff „Nette Toilette" ist unterdessen bundesweit bekannt und Städte von Aalen (als Initiator und Lizenzgeber) bis Verden werben bürgerfreundlich mit dem Modell.
Was bedeutet „Nette Toilette" denn eigentlich? Gaststätten, städtische Einrichtungen u.ä. stellen ihre Toiletten während ihrer Öffnungszeiten kostenlos zur Verfügung und bekommen von der Stadtverwaltung im Gegenzug einen monatlichen Zuschuss für die Reinigungskosten. Die beteiligten Gastronomiebetriebe sind mit einem lizensierten Logo im Eingangsbereich sichtbar gekennzeichnet und werden aktiv beworben zum Beispiel im Rahmen des Internetauftritts der Stadt.
Ein gutes Beispiel, wie durch Kooperation der kommunalen Verwaltung und der lokalen Privatwirtschaft eine öffentliche Aufgabe nicht nur kostengünstiger, sondern auch qualitativ und quantitativ attraktiver gestaltet werden kann.
Ach, verehrte Mehrheitsfraktionen, könnte es sein, dass die Ablehnung unseres Antrages nicht etwa der falschen Idee, sondern der Herkunft des Antrages angerechnet werden muss? So allmählich müssten die Damen und Herren doch lernen, dass auch die Opposition gute Anträge für die Bevölkerung entwirft und dass man sie dabei ruhig unterstützen könnte.
Dabei sind die bundesweiten Initiativen zur „Netten Toilette" über alle Parteigrenzen hinweg entstanden. Die SPD beantragte u.a. in Erlangen, Wesel, Winsen/Luhe, die FDP in Mainz, Die Grünen in Verden und Peine die „Nette Toilette". Warum geht das in Langenhagen nicht??
Wieder wird eine Chance durch Rot/Grün vertan, den Bürgerinnen und Bürgern im wahrsten Worte „Erleichterung" zu verschaffen. Schade, eine weitere versäumte Gelegenheit zu einer bürgerfreundlichen Zusammenarbeit.
Wir lassen uns aber nicht unterkriegen und werden jetzt mal bei den Senioren und dem Stadtmarketing nachfragen, vielleicht klappt es ja dann.
Rede_Rat_2008-09-01_Nette-Toilette.pdf
Adobe Acrobat Dokument [79.7 KB]




