24.09.2009 | Mirko Heuer
CDU will 2. Bürgersolaranlage noch in diesem Jahr unterstützen
Heuer setzt auf innovative Technik, die sich auch für Leichtbaudächer eignet

Die erste Bürgersolaranlage in Langenhagen ist ein echtes Erfolgsmodell. Deswegen wird inzwischen nach einem weiteren Dach gesucht, um eine zweite Anlage noch in diesem Jahr in Betrieb zu nehmen. Dabei gibt es aber laut Aussage von Bürgermeister Fischer Probleme, weil es auf Grund des Gewichtes einer solchen Anlage bestimmte Dachkonstruktionen und Bauarten bräuchte. Damit würde die Neuauflage in diesem Jahr scheitern und in 2010 gäbe es schon rund 3,5 Cent weniger pro eingespeister Kilowattstunde. Für dieses Problem hat die CDU-Fraktion jetzt eine Lösung parat. Die Entwicklung schreitet auch im Bereich der Photovoltaikmodule stetig voran und so verweist der CDU-Fraktionsvorsitzende Mirko Heuer auf eine Modulform, für die die Tragfähigkeit von Dächern kein Problem mehr darstellt. „Die neuen Solarmodule bestehen aus sehr dünnem Glas und kommen deshalb ohne Rahmen und Unterbau aus. Während herkömmliche Module pro Quadratmeter rund 20 Kilogramm wiegen, sind die neuen nur etwa halb so schwer. Trotzdem erzeugen diese Module mehr Strom als die klassischen Anlagen" wirbt Heuer für den Einsatz der neuen Technik. Stellt sich natürlich die Frage, ob diese neue Technik auch wirklich praxistauglich ist. Dafür wurden jedoch laut Heuer entsprechende Praxisprüfungen im Prüflabor durchgeführt, in denen die Module Schneelasten von 9 Meter und Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometer pro Stunde standgehalten haben. Da die Module mit einer Klebetechnik auf dem Dach befestigt werden, ergibt sich auch noch ein weiterer Vorteil. Im Gegensatz zu herkömmlichen Modulen, die inzwischen für Langfinger attraktiv geworden sind, fällt es Dieben deutlich schwerer, die verklebten Module verschwinden zu lassen. Einen Nachteil räumt Heuer jedoch ein. Die Module können nicht ausgerichtet werden, sondern liegen flach auf dem Dach. Konventionelle Anlagen, die optimal im 30 Grad Winkel nach Süden ausgerichtet sind, haben hier Vorteile. „Dafür sind die Module an sich günstiger und erzielen bei gleicher Fläche mehr Strom als normale Module. Das muss man für den Einzelfall durchrechnen" erläutert Heuer und hofft gleichzeitig, dass die Verwaltung die neue Technik in die aktuellen Prüfungen mit einbezieht, damit die Umsetzung der zweiten Anlage vielleicht doch noch in diesem Jahr erfolgen kann.
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