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Pressemitteilung der CDU-Fraktion

24.06.2011 | Mirko Heuer

CDU: Langenhagen soll Vorreiter beim Einsatz energiesparender LED-Stadtbeleuchtung werden.

LED-Leuchte im Eickenhof (Quelle: enercity) LED-Leuchte im Eickenhof (Quelle: enercity)

Bereits im Februar 2009 hat die CDU den verstärkten Einsatz von LED-Technologie in der Stadtbeleuchtung gefordert, scheiterte dann aber nach einem halben Jahr an der rot/grünen Ratsmehrheit. „Wir haben damals wirklich sehr dafür gekämpft, dass auch Langenhagen in eine bessere energetische Stadtbeleuchtung investiert. Wir haben erfolgreiche Projekte anderer Städte mit LED-Beleuchtung präsentiert, entsprechende Wirtschaftlichkeitsberechnungen vorgeleget und auf zugehörige Förderprogramme hingewiesen, leider konnten wir damit weder die Langenhagener Verwaltung noch die Mehrheits-Fraktionen von SPD und Grünen überzeugen“, bedauert der CDU-Fraktionsvorsitzende Mirko Heuer.

Größtes Gegenargument sei damals die angeblich mangelnde Lichtstärke gewesen, die einem Einsatz in der Straßenbeleuchtung entgegen stehen sollte. „Nicht der reine Messwert ist entscheidend, sondern die tatsächliche Beleuchtungssituation. Die jetzt überall eingesetzte gelb-orange Beleuchtung schluckt Farben und Kontraste. Damit man das Gleiche erkennen kann, benötigt man deutlich höhere Lichtstärken als bei weißem Licht. Um das zu belegen, haben wir versucht in Langenhagen ein Pilotprojekt auf den Weg zu bringen, was jedoch unverständlicherweise von unseren Ratskollegen von SPD und Grünen genauso abgelehnt worden ist, wie ein Besuch in einer Gemeinde, die bereits ganze Straßenzüge auf LED-Licht umgerüstet hatte“, wundert sich Heuer. Überraschenderweise hat die Stadt Langenhagen nur einige Monate nach dem CDU-Antrag dann doch eine entsprechende Testinstallation im Straßenzug "Eickenhof" vorgenommen. „Vielleicht hat ja die Beharrlichkeit der CDU-Fraktion zum Nachdenken angeregt, denn selbst unser Bürgermeister, der noch im August 2009 zu Protokoll gegeben hat, dass die LED-Technik noch nicht ausgereift ist, war ein Jahr später voll des Lobes und überzeugt, dass es richtig war, dass die Stadt eine Vorreiterrolle gespielt hat“ freut sich Heuer.

Diese nunmehr geänderte Haltung will die CDU als Rückenwind für einen neuen Anlauf in Sachen LED-Straßenbeleuchtung nutzen. Zukünftig soll bei allen Sanierungs- und Neubauprojekten ein möglicher Einsatz von LED-Technologie geprüft werden. Die Entscheidung soll zukünftig auch nicht mehr die Verwaltung selbst, sondern die Politik treffen. „Es ist wichtig, dass wir in die Lage versetzt werden, solche Entscheidungen mit zu beeinflussen. Die höheren Anfangsinvestitionen in LED-Beleuchtung amortisieren sich nach 3 bis 5 Jahren in einigen Fällen sogar noch schneller. Die laufenden Kosten können bei einfachem Leuchtentausch um mehr als die Hälfte gesenkt werden. Mit intelligenter Steuerung ist auch noch deutlich mehr drin“, weiß Heuer, selbst Elektrotechnik-Ingenieur, zu berichten. Aber nicht nur der Einspareffekt ist Heuer wichtig: „Die LED-Technik kann einfach viel mehr. Neben dem Vorteil des reinweißen Lichtes kann man sie, im Gegensatz zu den aktuell eingesetzten Leuchten, nach belieben Dimmen, über Bewegungsmelder steuern und man kann damit ungewünschtes Streulicht verhindern.“ (Siehe auch Tabelle weiter unten) Damit sei diese Technik auch erste Wahl für Wohnbereiche, in denen es immer wieder Klagen über Einstrahlung von Straßenbeleuchtung in Schlaf- oder Wohnzimmer gäbe. Bei einer stichprobenartigen Befragung von Autofahrern und Fußgängern in der Langenhagener „LED-Straße“ am Eickenhof hat die CDU-Fraktion im Mai dieses Jahres nur positive Rückmeldungen erhalten. „Unser Anstoß in Richtung LED-Technik wurde nach anfänglich deutlicher Ablehnung doch noch aufgenommen, jetzt wollen wir diesen Weg konsequent weiter gehen!“, unterstreicht Heuer.

Neben der möglichen Energieeinsparung gibt es noch viele weitere Vorteile. In der folgenden Tabelle werden die in Langenhagen eingesetzten Leuchten mit einer modernen LED Leuchte verglichen.


Natriumdampf-Leuchten (NAV)
Jupiter-Leuchten von weberLED
Lebensdauer: 15 000 – 20 000 Std. > 50 000 Std. (L70)
> 100.000 Std (L50)
Lichtstromstabilität
(Alterung, Degradation)
Kontinuierliche Abnahme des Lichtstroms über die Lebensdauer. (bis zu 50 % des Nennwertes in einem Jahr) Durch besonders gutes  Wärmemanagement veringert sich der Lichtstrom nur sehr geringfügig.
Wartung Wechsel des Leuchtmittels nach ca. 4 Jahren, dadurch ggf. Gefährdung des Strassenverkehrs durch Sperrungen, sowie höhere Wartungskosten. Wartungsfrei über die gesamte Lebensdauer
(Je nach Umwelteinflüssen ist eine Reinigung der Glasscheibe oder Optiken empfehlenswert)
Schaltverhalten: Volle Helligkeit wird nach ca. 5-15 Min Aufwärmphase erreicht. Häufiges Schalten verkürzt die Lebensdauer. 100% Betriebs-Lichtstrom unmittelbar nach dem Einschalten
Helligkeitsregelung Nein, nicht möglich, nur durch Ein- / Ausschalten mehrerer parallel betriebener Lampen Ja, durch Pulsweiten-Modulation (Steuerung des Verhältnisses zwischen Ein/Aus-Zeiten)
Lichtfarbe Niedrige Farbtemperatur: ca. 2000 Kelvin (warmweiß bis gelblich) führt zu Farbverfälschungen beim angestrahlten Objekt Beste Farbtemperatur: 4500 bis 5700 Kelvin (neutralweiß)
(Vergleich Sonnenlicht: 5000 Kelvin)
Licht-Smog Lichtbündelung durch Einsatz von reflektierenden Spiegeln. Keine Lichtstreuung, da gerichtetes Licht direkt erzeugt wird.
Insekten-
Verträglichkeit
bedingt insektenfreundlich durch reduziertes Lichtspektrum im Blau- und Violettbereich. LED-Leuchten besitzen keinen UV-und IR-Anteil und sind somit besonders insektenfreundlich.
mech. Belastbarkeit
Anfällig bei Stößen und Schlägen Sehr hohe Stoß- und Schlagfestigkeit
Neuer CDU-Antrag: LED-Initiative - Ausbau der LED-Straßen- und Stadtbeleuchtung
Antrag_LED-Beleuchtung_2011-06-21.pdf
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Wirtschaftlichkeitsberechnung (exemplarisch) BLED-Leuchtmittel
Kostengegenüberstellung ab 03_03_2009 [...].pdf
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PM_2011-06-24_LED-Beleuchtung-ausbauen.pdf
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Pressemitteilung vom 11.02.2009 zum ursprünglichen CDU-Antrag
Pressemeldung_2009-02-11_Strassenbeleuch[...].pdf
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