CDU Fraktion im Rat der Stadt Langenhagen

Ihr Motor für Langenhagen, eine Stadt in Bewegung

21.10.2009 | Mirko Heuer

CDU beglückwünscht Stadt zur „Idee" eines LED-Pilotprojektes
Aber: Warum werden mögliche Fördermittel nicht genutzt?

Mit einer gewissen Genugtuung betrachtet der CDU-Fraktionsvorsitzende Mirko Heuer das jetzt gestartete Pilotprojekt für LED Beleuchtung im Eickenhof. Hatte doch die Verwaltung nach einem entsprechenden Antrag der CDU-Fraktion alles daran gesetzt der LED Technik mangelnde Praxistauglichkeit nachzuweisen. Eigens dafür wurde ein Lampenhersteller eingefahren, der kein marktreifes Produkt vorweisen konnte und daher auch glaubhaft machte, dass LED-Technik noch nicht so weit wäre, um Langenhagener Straßen ins rechte Licht zu setzen. Der Vertreter der Stadtwerke untermauerte diese Argumentation durch diverse Schaubilder und Grafiken und verwies auf die sehr durchwachsenen Erfahrungen aus dem hannoverschen Pilotprojekt, gerade auch in Sachen Zuverlässigkeit. „Unser Antrag wurde daraufhin abgelehnt. Man war sich einig, dass es sowohl für einen flächendeckenden Einsatz, als auch für ein Pilotprojekt zu früh sei. Unseren Hinweis auf ein innovatives LED-Produkt, das seit zwei Jahren seine Praxistauglichkeit unter Beweis stellt und zudem beim Bundeswettbewerb für energieeffiziente Stadtbeleuchtung prämiert wurde, hat man konsequent ignoriert" kritisiert Heuer. Während man den Wunsch der CDU auf in Augenscheinnahme der modernen Technik vor Ort ablehnte, war ein Langenhagener Unternehmer deutlich weitsichtiger und hat seit Kurzem den Vertrieb für die Region übernommen. Die CDU zeigt sich verwundert darüber, dass in Langenhagen nun doch die Leuchten eingesetzt werden sollen, die gerade noch als nicht marktfähig eingeordnet wurden. „Es zeugt zudem von einer gewissen Arroganz, dass man unseren Vorschlag für ein konkretes Pilotprojekt mit der neuen BLED-Technologie nicht berücksichtigt, mir dann aber mitteilt, dass man gerne bereit sei eine einzelne Leuchte hinter meinem Haus entsprechend umzurüsten, wohl wissend, dass der Ersatz eines einzelnen Leuchtpunktes keinerlei Sinn macht" konstatiert Heuer. Gleichzeitig stellt er aber fest, dass er sich freut, dass es jetzt durch die Initiative und Beharrlichkeit der CDU-Fraktion überhaupt zu einem Pilotprojekt kommt. „Auch diese LED-Leuchten werden in den ersten 3-4 Jahren die Mehrkosten der Investition durch den Minderverbrauch wieder erwirtschaften" ist sich Heuer sicher. Unverständlich bleibt für die CDU jedoch, warum sich die Stadt mit diesem Projekt nicht gesondert um die dafür extra zur Verfügung stehende Fördermittel für LED-Projekte beworben hat. Hierdurch hätte man immerhin weitere 23.000€ einsparen können.