20.05.2009 | Bernhard Döhner, Mirko Heuer
CDU setzt sich für einen zügigen Beginn des Badneubaus ein
Heuer: Hoffentlich macht die SPD nicht erneut einen Rückzieher
„Wir werden weiterhin an dem geplanten Badneubau festhalten, auch wenn wir jetzt wieder auf wirtschaftlich schlechtere Zeiten zusteuern" untermauert der CDU-Fraktionsvorsitzende Mirko Heuer das Ziel der CDU-Fraktion für ein neues attraktives Sport-, Familien- und Freizeitbad. „Wir sollten nicht vergessen, dass es sich bei dem geplanten Badneubau schon immer um eine Haushaltskonsolidierungsmaßnahme gehandelt hat. Wir hoffen deshalb, dass die SPD nicht erneut kneift und wir nicht schon wieder, wie schon in 2005, einen Vorschlag zum Verschieben des Badneubaus auf den Tisch bekommen. Dieser Beschluss hat die Stadt rund 3 Millionen Euro gekostet. Zuviel Geld dafür, dass eine erneute Machbarkeitsstudie zu den gleichen Ergebnissen kommt, wie schon im Jahre 2003. Diesen kapitalen Fehler der SPD wird die CDU nicht wiederholen". Heuer räumt jedoch ein, dass es natürlich auch in der CDU-Fraktion Stimmen gegen einen Badneubau gab, aber diese gab es eben von Anfang an. Die später aufflammende Anti-Bad Propaganda kam aus den Reihen der SPD und der FDP, nicht zuletzt geführt von Marco Brunotte (SPD) und Bernd Speich (FDP). Den Beteiligten wirft er eine klare politische Motivation vor, denn „komischerweise ist es Herrn Speich heute nahezu egal, was das neue Bad kosten soll und wer es betreibt und auch Herrn Brunotte konnte es zumindest im letzten Jahr nicht mehr schnell genug gehen mit dem neuen Bad". Dieser wundersame Sinneswandel ist für Heuer schwer nachvollziehbar, zumal es in der Zwischenzeit keinerlei neue Erkenntnisse gegeben hat, die dieses Umdenken begründen würden: „Warten wir mal ab, wie lange diese euphorische Unterstützung anhält, wenn sich wieder die ersten Bedenkenträger in Sachen Investitions- und Betriebskosten melden. Aber vielleicht hat die SPD ja aus den gemachten Fehlern gelernt". Die CDU hatte in der letzten Wahlperiode bis zum Schluss versucht, die 3 Millionen zu retten, die durch den Stopp der Planungen in den Sand gesetzt wurden. Belächelt wurde der Versuch, noch im Frühjahr 2006 den Badneubau ohne Verluste wieder aufzunehmen. Hierbei sollten Einnahmen aus Kooperationen berücksichtigt werden, und ein Betreiber an den weiteren Planungen und der Umsetzung beteiligt werden. Es blieb jedoch leider nur bei dem Versuch, da dieses Ansinnen abgelehnt wurde. Nicht zuletzt hat die CDU-Fraktion mit einem Dringlichkeitsantrag zur Ratssitzung am 18.06.2007 noch versucht, die Bäder- und Freizeit GmbH Langenhagen für den jetzigen Neustart zu erhalten. Für die CDU ist jedenfalls jetzt schon klar, dass nicht nur Art und Ausstattung des neuen Bades dem seit 2003 geplanten LA2O gleichen, es wird sicherlich auch wieder ein ähnliches Betriebskonstrukt geben. „Wahrscheinlich gründen wir dann wieder eine neue Gesellschaft, obwohl die letzte gerade erst mit viel Verlust liquidiert wurde". Verwundert ist Heuer über die jetzt an den Tag gelegte Eile: „Nachdem mehr als ein Jahr lang getrödelt wurde, sollte jetzt der Beschluss über Art und Ausstattung noch vor der Sommerpause im Juni gefasst werden, dabei haben noch nicht einmal alle Ratsmitglieder den gleichen Kenntnisstand. Zu wenig Zeit also, um sinnvoll darüber zu beraten". Und Beratung tut nach Meinung der CDU-Fraktion durchaus Not: „Wenn wir nun schon 3 Millionen durch die Verzögerung versenkt haben, dann sollten wir jetzt zumindest die Möglichkeit nutzen, auf aktuelle Entwicklungen zu reagieren" fordert Heuer. So sind zum Beispiel wieder nur 6 Sport-Schwimmbahnen geplant. Ein Fehler meint der sportpolitische Sprecher der CDU, Bernhard Döhner: „Das Aqualaatzium baut gerade mit viel Geld einen reinen Sportbereich an, und reagiert so auf den gestiegenen Bedarf. Dieser Bedarf ist auch in Langenhagen definitiv vorhanden, daher sollten wir den Sportbereich mit 8 Bahnen ausstatten". Döhner zweifelt die von der GMF ermittelten Zahlen an, da diese auf Schätzungen beruhen, die deutlich zu niedrig angesetzt sind. „Hier hätten klärende Gespräche mit der Hallenfreibad Godshorn GmbH sicherlich andere Erkenntnisse ergeben, warum diese nicht geführt wurden, erschließt sich mir nicht*" wundert sich Döhner. Gleichzeitig ist er jedoch froh, dass der Termin für eine Entscheidung auf Drängen der CDU auf die Ratssitzung nach der Sommerpause verlegt wurde. „Bis dahin haben wir noch eine Menge Arbeit vor uns" ist er sich sicher.
*Wir haben da so unsere Vermutung, Anm.d.Red.
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