
Pressemitteilung der CDU-Fraktion
16.08.2010 | Andreas Hafner, Renate Friedrich, Mirko Heuer
CDU Langenhagen Vorreiter in Sachen gleichberechtigter Kinderbetreuung
Hoffnung liegt nun bei den freien Trägern von Kindertagesstätten
Bereits im Jahr 2007 befasste sich die Langenhagener CDU mit der Situation männlich pädagogischer Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen. Ein entsprechender Antrag (2007/186-00) verfolgte das Ziel, „im Zuge des Krippenplatzausbaues, also bis spätestens 2013, in jeder städtischen Kindertagesstätte mindestens einen männlichen Erzieher zu beschäftigen".
„Leider ist die Verwaltung dieser Zielsetzung nicht gerecht geworden", kritisiert Andreas Hafner. „Im Jahr 2007 wurden von sechs Neueinstellungen im entsprechenden Bereich nur zwei Männer berücksichtigt bei zehn Bewerbern, im Jahr 2008 wurden zehn Erzieherinnen eingestellt, aber kein Erzieher, obwohl es neun Bewerbungen von männlich pädagogischen Fachkräften gab", so Hafner weiter.
Hoffnung auf eine Besserung der Lage macht sich die CDU nun aufgrund eines bundesweiten Programms des Bundesfamilienministeriums mit dem Titel „Mehr Männer in Kitas". Das Modellprogramm des Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstützt in diesem Zusammenhang mit 12,5 Mio. Euro innovative Programme in 10 Modellkommunen, die zum Ziel haben, den Anteil männlicher Fachkräfte in ihren Betreuungseinrichtungen zu steigern, die Berufszufriedenheit der Erzieher in den Kitas zu erhöhen und damit ihren Verbleib dort zu sichern. Zudem soll das Berufsbild des Erziehers in der Modellregion verbessert und durch Kooperation verschiedener Akteure Instrumente entwickelt werden, was zu einer nachhaltigen Erhöhung des Anteils männlicher Fachkräfte in Kitas führen kann.
„Seit mehr als fünfzehn Jahren gibt es europaweit Bemühungen", so Renate Friedrich (Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses), „den männlichen Anteil am pädagogischen Personal von Kindertagesstätten zu erhöhen. Männliche Erzieher sind eine Bereicherung für die pädagogische Arbeit, sie sind häufig der Anlass, dass sich Teams bewusster geschlechtsbezogenen Themen und Fragen im Kita-Alltag stellen. Damit tragen die Kitas dazu bei, heranwachsende Generationen im Sinne der Gleichberechtigung in die Gesellschaft zu integrieren." Friedrich wünscht sich, das das Bild des männlichen Erziehers zum Alltag in den Kindertagesstätten wird.
In diesem Sinne werden durch das ESF-Modellprogramm insbesondere Konzepte gefördert, die versuchen, in bestehenden oder geplanten Quali-fizierungsprogrammen den Anteil der beteiligten Männer zu erhöhen sowie Instrumente, Verfahren und Maßnahmen, die die besondere Situation von männlichen Fachkräften in Kitas berücksichtigen und ihnen einen konfliktarmen Einstieg und eine ebensolche Weiterarbeit ermöglichen. Hierzu zählen auch Konzepte, die dazu beitragen können, die Perspektiven für Männer im Arbeitsfeld Kindertageseinrichtungen zu verbessern und eine gute Zusammenarbeit von Männern und Frauen zu fördern und Kooperationen von Kitas mit Ausbildungseinrichtungen, Schulen, regionalen Arbeitsagenturen, örtlichen Trägern der Jugendhilfe, Gleichstellungsbüros und Akteuren der Jungenarbeit, die nachhaltige Vereinbarungen oder Bündnisse treffen, um den Männeranteil in Kindertagesstätten zu erhöhen.
„Antragsberechtigt sind Träger oder Trägerverbünde von Kindertageseinrichtungen, die überörtlich oder in einer Großstadt arbeiten und deren mitwirkende Kitas über ein pädagogisches Konzept verfügen, das eine intensive Elternarbeit vorsieht und sich mit jeweils mindestens 7 an den Modellstandorten mitwirkenden Kindertageseinrichtungen beteiligen. Zudem müssen 25 % der Zuwendungsempfänger einen erhöhten Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund oder Kindern aus sozial schwachen Familien vorweisen und der Bewerber muss im Arbeitsfeld Kindertageseinrichtungen verankert sein, sowie bereit und in der Lage sein, mit relevanten regionalen Akteuren als kompetente Partnerinstitutionen zusammen zu arbeiten", erläutert der CDU-Fraktionsvorsitzende Mirko Heuer die Förderbedingungen.
Die CDU Langenhagen bittet daher alle freien Träger, die die erforderlichen Kriterien erfüllen, sich an diesem Modellprogramm zu beteiligen und weist auf die Einreichungsfrist für eine Interessenbekundung hin, welche am 27.09.2010 (in elektronischer Form) bzw. am 30.09.2010 (in schriftlicher Form) endet.
Auf den Seiten der Koordinationsstelle Männer in Kitas finden Sie Ansprechpartner und weiterführende Informationen zum allgemeinen Thema männlicher Fachkräfte in Kitas, sowie eine ausführliche Studie der Catholic University of Applied Sciences in Berlin and Sinus Sociovision GmbH, Heidelberg/Berlin.
10-07-16_Foerderleitlinien_MMik_barriere[...].pdf
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MMIK_FinanztechnischerFoerderleitfaden_1[...].pdf
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Interessenbekundung_MIK_1_1_final.pdf
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Arbeitshilfe_IB_final_1_1.pdf
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Diese Studie fasst die Ergebnisse einer qualitativen und quantitativen Erhebung aus den Jahren 2008 bis 2009 zusammen.
Maennliche-Fachkraefte-in-Kitas_01.pdf
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PM_2010-08-16_Mehr-Maenner-in-Kitas.pdf
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