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13.11.2009 | Mirko Heuer

CDU: Elterninitiativen brauchen Klarheit
Antrag wurde abgelehnt aber Beweis für Notwendigkeit gleich mitgeliefert

Abgeschliffenes Klettergerüst in der Kita Krähenwinkel. Dürfen Eltern hier helfen?Abgeschliffenes Klettergerüst in der Kita Krähenwinkel. Dürfen Eltern hier helfen?

Der CDU-Antrag zur Unterstützung von Elterninitiativen stand zur Beratung im letzten Bildungsausschuss an. Klare Verhältnisse für Eltern, die in Kitas oder Schulen ihre Hilfe anbieten, sollten geschaffen werden. „Wir wollten einfache Regeln, in welchem Fall und in welchem Umfang Eltern Ihre Arbeit einbringen können. Darf der engagierte Papa, der gleichzeitig Malermeister ist, in der Grundschulbibliothek Teppich verlegen? Dürfen hilfewillige Eltern in der Kita ein Gartenhaus streichen? Von wem kommt das Material? Darf der Teppich gespendet werden, darf die Farbe selbst gekauft werden? Das waren Fragen, die leider nicht immer einheitlich beantwortet wurden. Genau das wollten wir aber klären lassen und so verlässliche Verhältnisse für ehrenamtlich Tätige schaffen. Zudem sollte ein einheitlicher Ansprechpartner her, damit Verweise auf interne Zuständigkeiten nicht zu Lasten der Anfragenden gehen. Wir müssen es den Eltern so einfach wie möglich machen, ihre freiwilligen Dienste an den Mann zu bringen" erläutert der CDU-Fraktionsvorsitzende Mirko Heuer die Idee „Richtlinien für Elterninitiativen" zu erarbeiten. Teilweise kämen sich die Eltern mit ihrem Ansinnen, ihren Teil zur Verbesserung der Lern- oder Spielbedingungen ihrer Kinder beizutragen, wie Bittsteller vor. Dies sahen jedoch SPD und Grüne anders. Heuer stellt fest, dass er der Verwaltung keine mangelnde Hilfsbereitschaft unterstellt, sondern einfach nur Klarheit für alle Beteiligten schaffen wolle. Dies scheint, auch wenn es teilweise anders dargestellt wurde, tatsächlich nötig zu sein. Zeitgleich zur Ablehnung des Antrags spielte sich ein Fall ab, bei dem genau das passierte, was die CDU-Fraktion mit ihrer Forderung vermeiden wollte. In einer Langenhagener Kita wurde ein Spielgerät nach einem unsachgemäßen Anstrich, der im Übrigen nicht durch eine Elternaktion erfolgte, abgeschliffen und anschließend abgesperrt. Da ein Neuanstrich nicht abzusehen war, wollten die Eltern nicht weiter mit ansehen, wie das ungeschützte Holz im Regen verwittert und den neuen Anstrich in Eigenleistung erbringen. Die Auskunft der Kita-Leitung, die sich verständlicherweise auf sicherem Terrain bewegen wollte, lautete: „Diese Arbeit darf nicht durch Eltern erfolgen", obwohl sich ein Maler der Sache annehmen wollte. Die Rückfrage im entsprechenden Fachbereich ergab jedoch, dass es wohl doch möglich wäre. Der ursprünglich Angesprochene war hierfür jedoch nicht zuständig und verwies auf einen Kollegen, mit dem der Rest geklärt werden sollte. Weitere Recherchen ergaben, dass der Auftrag bereits extern vergeben wurde, der Auftragnehmer jedoch noch nicht dazu gekommen war ihn umzusetzen. „Dieser Fall zeigt genau das Problem auf, das wir durch unseren Antrag beheben wollten" wundert sich Heuer über die mangelnde Unterstützung des CDU-Antrags. „Es gibt Elterninitiativen, die bohren nach dem ersten „Nein" nicht weiter, sondern geben auf und sind dann aufgrund der negativen Erfahrungen dauerhaft als Helfer verloren. Auch wenn Eltern, die ihre Hilfe anbieten, durch die Verwaltung grundsätzlich positiv gefördert werden, werfen einzelne Negativbeispiele Schatten auf die Verwaltung. Erst recht, wenn zum gleichen Thema unterschiedliche Auskünfte erteilt werden. Dies wäre durch einfache, verbindliche, allen bekannte Spielregeln vermeidbar" begründet Heuer das Festhalten der CDU an der Erstellung entsprechender Richtlinien.

CDU-Antrag: Städtische Unterstützung für Eltern- oder Schülerinitiativen in Langenhagener Schulen
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