14.01.2011 | Eckart Jakob, Mirko Heuer
Passivhausstandard für Schulen nur in Langenhagen problematisch?
CDU wünscht Erfahrungsberichte aus anderen Projekten.
Die Verwaltung der Stadt Langenhagen kommt bei Ihrer Überprüfung der Realisierbarkeit des Schulneubaus im Passivhausstandard zu folgendem Schluss: „Der Passivhausstandard setzt voraus, dass die Komfortlüftung und Wärmerückgewinnung in ihrem Betrieb nicht beeinträchtigt wird. Deshalb dürfen Fenster und Türen nur im Notfall geöffnet werden. Im täglichen Schulbetrieb muss hierauf stets geachtet werden und eine strenge Disziplin gewährleistet sein."
Für Wolfgang Kuschel, SPD Ratsmitglied und Schulleiter der IGS ist dies ein K.O.-Kriterium für die Umsetzung des Passivhausstandards für den geplanten Schulanbau. Die CDU-Fraktion will dies jedoch nicht ungeprüft hinnehmen. „Bereits seit mehr als 10 Jahren werden Schulsanierungen oder Neubauten im Passivhausstandard realisiert und in diesen 10 Jahren müssen die Bauherren wohl auch mit dem von der Verwaltung ins Feld geführten Problem konfrontiert worden sein. Wir möchten wissen welche Lösungen dafür existieren“, erläutert Eckart Jakob, Stadtplanungsausschussmitglied der CDU, den aktuell eingebrachten Antrag der CDU-Fraktion. In diesem wird die Verwaltung aufgefordert, Erfahrungen aus anderen Passivhausprojekten im Schulbereich vorzustellen und dabei besonders auf die Lüftungsproblematik einzugehen. Bereits im Rahmen der Diskussion über das Klimaschutzaktionsprogramm hatte die CDU gefordert, nicht ausschließlich den ökonomischen Aspekt des Klimaschutzes zu bewerben, sondern verstärkt auf die ökologischen Gesichtspunkte zu verweisen. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Mirko Heuer stellt in diesem Zusammenhang klar, dass Entscheidungen zum Klimaschutz nicht ausschließlich an der Wirtschaftlichkeit festgemacht werden dürften, denn die öffentliche Hand könne durchaus eine Vorbildfunktion wahrnehmen und so durch eigenes Handeln für Nachahmer werben. „Leider enthalten die Verwaltungsvorlagen immer nur finanzielle Betrachtungen und lassen Klimaschutzaspekte wie CO² Einsparung außen vor, obwohl wir uns durch das Klimaschutzaktionsprogramm ja selbst entsprechende Ziele gesetzt haben“, wundert sich Heuer. Jakob und Heuer unterstreichen allerdings auch, dass die prognostizierten Einsparungen erreicht werden müssen: „Der Passivhaus-Effekt muss vollständig eintreten, da ansonsten nicht nur die finanziellen Einsparungen sondern auch der positive Umweltaspekt dieser Maßnahme ad absurdum geführt würden. Um dies zu überprüfen, wollen wir auf bereits vorhandenen Fakten aus vergleichbaren Projekten zurückgreifen und nicht weiter auf Basis von Mutmaßungen und Spekulationen diskutieren.“
Weiterführende Links:
Auflistung verschiedener Passivhausprojekte.
U.a. "Passivhaus macht Schule"
Passivhaus_20091210_hdz_10jahresfeier_br[...].pdf
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2010-290-00.pdf
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2010-290-Anlage1.pdf
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2010-290-Anlage2.pdf
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CDU-Antrag_PassivH_2011-01-12.pdf
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PM_2011-01-13_Passivhausstandard-Schulan[...].pdf
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