11.11.2009 | Mirko Heuer
CDU will Zebrastreifen sicherer machen
Neuer Anlauf für sensorgesteuerte Unterflurleuchten

Die CDU erneuert Ihre Forderung nach der Prüfung von so genannten Lane-Lights zur Fußgängerüberweg-Absicherung. Bereits im letzten Jahr wollte die CDU den Einsatz der Unterflur-Blinklichter auf den Weg bringen, scheiterte jedoch an der rot/grünen Ratsmehrheit. Diese sah einerseits keinen Gefahrenschwerpunkt an den Querungen der Konrad-Adenauer-Straße (SPD) und andererseits konnte man sich nicht vorstellen, dass die Beleuchtung auch am Tage wirkungsvoll wäre (Grüne). „Zumindest die Tatsache, dass die Überwege bezüglich ihres Gefahrenpotentials kritisch einzustufen sind, hat man wohl nun erkannt. Zumindest lässt dies ein Antrag auf Tempo 30 in diesem Bereich, den SPD und Grüne nun gestellt haben, erahnen" freut sich der CDU-Fraktionsvorsitzende Mirko Heuer. Seine Fraktion hält jedoch die geforderte Geschwindigkeitsbegrenzung nicht für ein ausreichendes Mittel die Überwege sicherer zu machen. Auch die in der Zwischenzeit aufgestellten rot/weißen Zylinder seien nicht der „Weisheit letzter Schluss". Heuer verweist stattdessen erneut auf die guten Erfahrungen mit den sensorgesteuerten Blinkleuchten aus der Flugzeugtechnik. „Der Vorteil dieser Technik ist, dass nur bei Annäherung von Personen auf die Gefahrenquelle aufmerksam gemacht wird. Der sonst bei Dauerblinklichtern übliche Gewöhnungseffekt entfällt und außerdem wird nur Strom verbraucht, wenn es notwendig ist. Die gelben LEDs, die flächenbündig in der Fahrbahn eingelassen sind, weisen deutlich sichtbar auf die Gefahrenstelle hin, und das auch tagsüber. Aus Bodenhöhe strahlen sie ihr Licht in einem Winkel ab, der genau auf die Höhe herannahender Fahrzeuge eingerichtet ist" erläutert Heuer die Technik. Mittels Radarsensoren werden dabei nur Personen erfasst, die auch wirklich den Fußgängerüberweg queren wollen. Der gesamte Montagevorgang dauert in der Regel nicht länger als zwei Tage. Die Betriebskosten sind aufgrund des niedrigen Stromverbrauchs der Anlage fast gleich Null, zudem ist die Installation nahezu wartungsfrei. Die Investitionskosten für die Anlage selbst betragen - je nach den örtlichen Gegebenheiten - einschließlich der Geräte und der Aufhängung für die Sensoren zwischen 6.000 und 9.000 Euro. „Ein kleiner Preis dafür, dass die Querung dann deutlich sicherer möglich ist" findet Heuer und glaubt, dass diese Technik auch an anderer Stelle Wirkung zeigen kann. Beispielhaft nennt er hier den Fußgängerüberweg an der Kastanienallee, der schon mehrfach von der Vertreterin des Stadtelternrates, Donata Wagner, als Gefahrenpunkt im Schulwegenetz angemahnt wurde. Eine Lösung seitens der Verwaltung wurde bisher jedoch nicht aufgezeigt. Für die, schon im ersten Anlauf geäußerten Vorbehalte der Verwaltung, bezüglich der Zulässigkeit der Anlage hat Heuer kein Verständnis: „Diese Technik fällt ganz klar unter Absatz 1, Artikel 3 der „Richtlinien für die Anlage und Ausstattung von Fußgängerüberwegen". Darin wird erklärt, dass die Sicherheit von Überwegen durch „ergänzende bauliche Maßnahmen" verbessert werden kann. Und hierzu gehören die von uns gewünschten LED-Warnleuchten".
2008-131-00.pdf
Adobe Acrobat Dokument [1.5 MB]
Sensorgesteuerter-Fussgaengerueberweg.pdf
Adobe Acrobat Dokument [74.9 KB]




