
04.02.2011 | Ulrich Müller, Mirko Heuer
Thema Bombenräumung in und um Langenhagen
CDU-Fraktion wünscht schnellere Information der Bürgerinnen und Bürger

Der CDU-Stadtverband veranstaltet mit seinem Arbeitskreis Kernstadt im Oktober letzten Jahres eine Podiumsdiskussion zum Thema „Bombenräumung in Langenhagen“. Anlass waren eine Vielzahl von Bomben, die im Stadtgebiet und im benachbarten Bereich Vahrenheide gefunden wurden und teilweise spontan geräumt werden mussten. Für die Einwohnerinnen und Einwohner eines betroffenen Bereiches bringen diese Aktionen gravierende Beeinträchtigungen mit sich, da alle Wohnungen in dem Evakuierungsbereich verlassen werden müssen und erst nach Beendigung der Aktion, im Normalfall nach acht und mehr Stunden wieder aufgesucht werden können. Gerade für Eltern mit kleineren Kindern und auch für ältere Leute stellt so eine Entschärfung eine große Unannehmlichkeit dar.
Die Kommune, in der die Bombe gefunden wird, ist für die Organisation im Wesentlichen zuständig und trägt somit auch die anfallenden Kosten. Dies erklärt auch, warum die Stadt Hannover auch für die evakuierten Langenhagener Einwohnerinnen und Einwohner Turnhallen zur Unterbringung in Hannover zur Verfügung stellt, wenn eine „Vahrenheider Bombe“ entschärft wird. Für die Langenhagener Stadtverwaltung ist so eine Situation mit einem enormen Organisationsaufwand verbunden, zumal über 300 Kräfte von Kampfmittelbeseitungsdienstes (KBD) des Landes, Bereitschaftspolizisten, Feuerwehr, Sanitäter für den Eventualfall und Stadtangestellte zum Einsatz kommen. Umso aufwendiger wird dieses, wenn der Sprengmeister des KBD entscheidet, dass eine Räumung als Spontanräumung am gleichen Tage durchzuführen ist.
Auf dem Podium diskutierten im Oktober Frau Karin Saremba von der Stadt Langenhagen, Erik Zerra, Langenhagener Stadtbrandmeister, Gregor Fleischmann von der Berufsfeuerwehr der Stadt Hannover, Dr. Eckart Jakob Ratsmitglied und Ulrich Müller CDU-Stadtverbandsvorsitzender und der Leitung der CDU-AK Kernstadt-Vorsitzenden Gesine Saft.
Speziell Einwohnerinnen und Einwohner aus dem Bereich Langenfort beteiligten sich an der Veranstaltung, da sie in der Vergangenheit durch die Nähe zu den intensive bombardierten Kasernen in Vahrenheide besonders oft betroffen waren. Nachdem die Abläufe, besondern Randbedingungen und die gesetzlichen Vorgaben einer Räumungsaktion erläutert worden sind, machten Bürger ihre Schwierigkeiten deutlich. So forderte eine Mutter eines Kleinkindes ein, frühzeitig informiert zu werden. Andere wünschten sich möglicht präzise Informationen bezüglich des Evakuierungszeitraumes, Unterkünften und Bustransport. Die CDU hat nun die gesamte Podiumsdiskussion ausgewertet und schlägt der Stadt ein ganzes Maßnahmenbündel zur Gesamtverbesserung vor:
1. Herausgabe eines Merkblattes mit grundsätzlichen Informationen
Diesem Vorschlag Gesine Safts ist die Stadt Langenhagen bereits nachgekommen. Das Merkblatt liegt im Rathaus für alle Einwohnerinnen und Einwohner zur Information aus. Leider steht es noch nicht auf der Homepage der Stadt Langenhagen zur Verfügung, daher können Sie es auf unserer Seite herunterladen.
2. Eine 2-stufige Alarmierung und Information der betroffenen Einwohner und Einwohnerinnen
In der ersten Stufe soll sehr frühzeitig informiert werden, um den Bürgerinnen und Bürgern überhaupt die Planung des Tages zu ermöglichen. In einer späteren zweiten Information sollen dann umso konkretere Daten enthalten sein, die zum Zeitpunkt der ersten Information noch gar nicht bekannt sind oder festliegen.
3. Einrichtung eines e-Mail/SMS-Verteilers zur schnellen Information
Die Informationen werden derzeit per Handzettelverteilung auf den betroffenen Straßen und durch Lautsprecheransagen von durchfahrenden Fahrzeugen und ggf. durch Radioansagen, auf die die Stadt Langenhagen keinen Einfluss hat, mit allen bestehenden Schwächen verbreitet.
Die CDU schlägt nun ergänzend vor, die Informationen über einen eMail- und SMS-Verteiler zu verteilen. Damit könne dem Wunsch der Betroffenen entsprochen werden, die nötigen Informationen schneller zu verbreiten.
Zur Umsetzung regt die CDU an, interessierten Enwohnerinnen und Einwohnern die Möglichkeit zu geben, sich im Rathaus in einem eMail- oder Telefonverzeichnis mit ihrer eMail-Adresse oder ihrer Mobiltelefonnummer freiwillig registrieren zu lassen, sodass die Stadt einen umfangreichen, freiwilligen Verteiler ohne großen Aufwand aufbauen kann, um diesen ausschließlich für aktuelle Informationen zur Spontan-Bombenentschärfung zu nutzen. Einen entsprechenden Antrag hat die CDU-Ratsfraktion inzwischen eingebracht.
Ulrich Müller: „Mit unseren systematischen Vorschlägen kann den Einwohnerinnen und Einwohnern geholfen werden, was die Schnelle der Informationsverbreitung betrifft. Weiterhin erhält die Stadtverwaltung durch die freiwillige Registrierung die Möglichkeit mit einer Massen-Mail bei geringstem Aufwand die die Information gezielt zu verbreiten“.
Schnellere Informationsverbreitung bei Kampfmittelbeseitigungen
2011-032-00.pdf
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Allgemeines Merkblatt der Stadt Langenhagen
im Fall eines Bombenspontanfundes
Merkblatt-Bombenraeumung_Stadt-Langenhag[...].pdf
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