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Pressemitteilung der CDU-Fraktion

01.12.2010 | Mirko Heuer

CDU-Fraktion fordert stärkere Einbindung von Kindern und Jugendlichen

Eine Spielleitplanung soll Langenhagens Kinderfreundlichkeit unterstreichen

Timm, Laura und Ina zeigen dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Mirko Heuer ihre Spielflächen Timm, Laura und Ina zeigen dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Mirko Heuer ihre Spielflächen

"Langenhagen bezeichnet sich in vielen Dingen zu Recht als familienfreundliche Stadt, nur leider finden gerade die Kinder und Jugendlichen viel zu wenig Berücksichtigung in allen aktuellen Planungen wie Stadtentwicklungskonzept, Verkehrsentwicklungsplan oder Flächennutzungsplan", stellt der CDU-Fraktionsvorsitzende Mirko Heuer enttäuscht fest und ergänzt: "Lesen Sie mal die  Ergebnisberichte zu den Veranstaltungen, Kinder oder Jugendliche kommen da schlicht nicht vor." Schon in 2008 hatte die CDU die Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen bei Spielplatzplanungen gefordert. "Leider wurde ein Beteiligungsverfahren bisher nur für den interkulturellen Erlebnispark umgesetzt, dafür wurde es ja jetzt auch zu Recht ausgezeichnet", so Heuer weiter. Die CDU will daher eine Spielleitplanung einführen, die eine Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei allen Planungs-, Entscheidungs- und Umsetzungsschritten vorsieht. "So werden die Interessen von jungen Bürgerinnen und Bürgern dargestellt und bei der Flächennutzungs-, Bebauungs- und Verkehrsplanung zukünftig berücksichtigt, da die Spielleitplanung eine Daueraufgabe sein wird", erläutert Heuer.

Er sieht dabei Kinder und Jugendliche als Experten ihrer eigenen Situation, die ihre Welt kennen und ihre Bedürfnisse sehr genau ausdrücken können. "Für Kinder sind nicht nur Spielplätze Plätze zum Spielen, sondern auch viele andere Bereiche, wie der Kletterbaum am Wegrand, der Absperrpoller in der Sackgasse oder die Streusandkiste an der Straßenecke", weiß Heuer aus eigener Erfahrung mit seinen drei Kindern zu berichten. Eine Spielleitplanung richtet daher den Blick auf die gesamte Stadt als Spiel-, Erlebnis- und Erfahrungsraum, mit Spielplätzen als Teilaspekt. Spielleitplanung erfasst, bewertet und berücksichtigt alle öffentlichen Freiräume, in denen sich Kinder und Jugendliche aufhalten und aktiv werden, beispielsweise Brachen, Siedlungsränder, Baulücken, Grünanlagen, Straßen, Hauseingänge oder Plätze. "Die Ist-Aufnahme geschieht dabei durch Streifzüge, etwa am Wohnort oder in schulnahen Gebieten, bei denen die kleinen Experten den Bestand aus ihrer Perspektive beleuchten", erklärt Heuer den Auftakt eines solchen Verfahrens, das dabei auf die Kooperation von Verbänden, Vereinen, engagierten Bürgerinnen und Bürgern, Schulen, sowie Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit angewiesen sei.

"Die Kinder müssen die Planer leiten und nicht die Planer die Kinder, die mit immer aufwendigeren, aber statischen Spielwelten aus Hochglanzkatalogen falsche Erwartungen wecken!", fordert Heuer und wünscht sich erste Projekte in Wiesenau, Langenforth und im Rahmen der Marktplatzumgestaltung: "Wenn die Spielleitplanung läuft, ist es wichtig, zügig erste Maßnahmen umzusetzen, um den Kindern zu zeigen, dass ihr Engagement ernst genommen wird. Dabei wäre ein fester, jährlicher "Investitionstopf" sinnvoll, aus dem, wiederum in Abstimmung mit den Kindern, die Maßnahmen schrittweise umgesetzt werden." Er unterstreicht, dass Kinder und Jugendliche, bei vernünftiger Erklärung der Zusammenhänge, sehr wohl Verständnis dafür hätten, dass nicht alles auf einmal gemacht werden kann. Dafür müssen sie sich im Gegenzug allerdings darauf verlassen können, dass einmal beschlossene Maßnahmen auch umgesetzt werden, was eben durch eine beschlossene Spielleitplanung gesichert sei.

Viele weitere Informationen finden Sie im Bereich Projekte / Aktionen. Hier haben wir der Spielleitplanung einen eigenen Abschnitt gewidmet.

>> Mehr über die Spielleitplanung erfahren

CDU-Antrag - Familienfreundliche Stadt Langenhagen:
Durchführung einer Spielleitplanung
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